HERE GOES INVISIBLE HEADER

Netzperten

Netzperten

fileadmin/_processed_/csm_DSC_5012_80213b85f3.jpg
Das Mentorenprojekt "Netzperten" entwickelte Robert Rymes, Medienreferent des Kreisjugendring Rems-Murr e.V.

Netzperten

SchülerInnen absolvieren eine umfangreiche Ausbildung über Chancen und Risiken der Neuen Medien. Im Rahmen von Workshops und im persönlichen GesprächIhre geben die Jugendlichen ihre gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten an ihre MitschülerInnen weiter.

Durchführende Einrichtung

Der Kreisjugendring Rems-Murr e. V. (KJR) ist der Zusammenschluss der Jugendverbandsarbeit im Landkreis. Für diese Vereine und die durch sie vertretenen Jugendlichen ist der KJR Interessenvertreter, Unterstützer und Servicestelle. Der KJR setzt sich für eine bessere politische und gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Landkreis ein.

Projektbeschreibung

„Netzperten“ ist ein Projekt mit dem Peer-Education-Ansatz im Bereich der Neuen Medien. 

Das Projekt hat eine sowohl kritische als auch offene Haltung gegenüber Netzthemen. Im Folgenden die Ausbildungsinhalte, die neben klassischen Jugendschutzthemen ein besonderes Augenmerk auf die großen Potenziale des Internets, sowie Präsentations- und Moderationstechniken legen. 

Jugendmedienschutz

Wichtige Ausbildungsinhalte sind Strategien zur Erlangung von Kontrolle über die eigene Privatsphäre und Selbstdarstellung in Sozialen Netzwerken sowie  Messangern, Handlungsoptionen zur Vorbeugung von und Intervention bei Cybermobbing, Grundkenntnisse von Persönlichkeits- und Urheberrechten im Internet, sowie die sich daraus ergebenden Download- und Streamingproblematiken. 

Webpotenziale

Das Web bietet Jugendliche umfassende Werkzeuge und eine große Bühne für eigene Medienproduktionen. Die TeilnehmerInnen lernen mit ihren eigenen mobilen Endgeräten, Medien zu produzieren, und sie unter Beachtung der oben erwähnten Gesetze zu veröffentlichen.

Des Weiteren vermittelt die Ausbildung Kenntnisse über Strategien zur positiven Selbstdarstellung auf Facebook -  z.B. im Rahmen eines Bewerbungsprozesses -, besondere Funktionen von Suchmaschinen und sinnvolle Handy-Apps.

Als gemeinsamen Werterahmen für ihre Arbeit entwickeln die NetzpertInnen eine Netiquette.

Präsentations- und Moderationstechniken

Um später selbst vor einer Schulklasse stehen und bestehen zu können, werden wichtige Elemente der Moderations- und Präsentationstechniken eingeübt.

Ein Schwerpunkt liegt auf interaktiven Methoden. Darüber hinaus werden Grundzüge des Konzepts des Peer Counceling vermittelt, um den TeilnehmerInnen Methoden für die persönliche Beratung an die Hand zu geben.

 

Nach Ende der Ausbildung erhalten die TeilnehmerInnen bei einer Einsetzungsfeier das Netzperten-Zertifikat und beginnen mit ihrer Arbeit als MultiplikatorInnen, hauptsächlich in den Klassen 6 und 7. Langfristig ist angedacht, dass die NetzpertInnen auch LehrerInnen und Eltern über das Internet informieren. Die langfristige Betreuung des ausgebildeten Netzperteneams übernimmt die Schulsozialarbeit.

Zielgruppe und Reichweite

An der Ausbildung nehmen SchülerInnen der achten Klassen teil aller Schultypen – ausgenommen sind Förderschulen. Pro Projektstandort werden zwischen 15 – 20 SchülerInnen ausgewählt. Das Projekt richtet sich bewusst an alle Jugendliche dieser Jahrgangsstufe mit all ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen, denn im Laufe der Ausbildung können die TeilnehmerInnen Schwerpunkte setzen. Technik- und netzaffine SchülerInnen setzen sich mit Privatsphären- und Smartphoneeinstellungen auseinander, sozial kompetente und empathische SchülerInnen befassen sich mit Cybermobbing, kreativ-künstlerisch Begabte produzieren Online-Medien. 

Sekundär richtet sich das Projekt an alle SchülerInnen der teilnehmenden Schulen, insbesondere die der sechsten und siebten Klasse. Diese können von den NetzpertInnen in Workshops im Rahmen des Schulunterrichts, Projekttagen oder sonstigen besonderen Anlässen über Chancen und Risiken des Internets aufgeklärt werden. Darüber hinaus stehen die NetzpertInnen allen MitschülerInnen als AnsprechpartnerInnen zu Netzthemen und – problemen zur Verfügung.

Die dritte Zielgruppe sind die SchulsozialarbeiterInnen der teilnehmenden Schulen. Sie haben im Projekt eine Doppelrolle: Erstens durchlaufen sie mit Ihren SchülerInnen die Ausbildung und lernen ihre Inhalte und Methoden kennen. Zweitens sind sie Ko-AusbilderInnen und betreuen das NetzpertInnen-Team vor, während und nach der Ausbildung. Das angeeignete Wissen über Neue Medien können sie im Rahmen ihrer täglichen Arbeit anwenden. Zudem ist angedacht, dass sie zukünftige NetzpertInnen-Generationen ausbilden werden.

Das Projekt erfolgt an 9 Schulen im Rems-Murr- und Ostalbkreis.